Wie sagt man so schön: Viele Wege führen nach Rom. Mich führte ein Weg in die Ewige Stadt im Frühling. Laue Temperaturen sind mir die liebsten für einen Städtetrip. Die Liste mit Sehenswürdigkeiten, die ich besichtigen wollte, war prall gefüllt. Also lasst uns keine Zeit verlieren! Schauen wir uns zusammen an, was ich in Rom erlebt habe.
Inhaltsverzeichnis
Anreise nach Rom
Rundgang durch Rom
Vatikanstadt
Ausblick auf Rom
Das Antike Rom
Rom – die Stadt auf der Stadt
Quartiere Coppede – Das Jugendstilviertel
Hoteltipp Rom
Anreise nach Rom
Am Kreuzfahrtterminal von Civitavecchia war reger Betrieb. Die ersten geführten Tourbusse setzten sich in Bewegung, während ich meinen Rucksack an der Gepäckabholstation entgegennahm. 21 Tage war ich auf See unterwegs. Es wurde Zeit, Meeresblau gegen die Großstadt einzutauschen.
Mit einigen anderen Leuten teilte ich mir ein Taxi in die Stadt. Der Vorteil war, dass der Fahrer mich in der Straße absetzte, in der meine Unterkunft lag. Die lag strategisch günstig direkt am Piazza del Popolo in der Innenstadt.
↑ Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Rundgang durch Rom
Am Anreisetag blieb nach dem Einchecken nicht mehr viel Zeit, um die Stadt bei Tageslicht zu erkunden. Daher ging es am nächsten Morgen früh los. Mit Kaffe im Pappbecher, handlichem Faltplan und Kamera warf ich mich ins Getümmel.
Anstatt sofort zu den großen Attraktionen zu laufen, habe ich meinen Rundgang etwas anders aufgebaut. Ich habe den Tag ruhig angehen lassen und erst mal die Vatikanstadt angesteuert.
Vatikanstadt
Ich bin mir sicher, dass jeder die Enklave kennt. Spätestens aus dem TV, wenn der Papst z. B. mit seinem Papamobil entlang der jubelnden Menschenmenge schleicht.
Von ihm war heute weit und breit nichts zu sehen. Das mag daran liegen, dass es das Wetter heute nicht so gut meint. Der Himmel ist bedeckt. Es regnet leicht. Dem Blick auf den Petersdom, von der Engelsburg aus, tut das keinen Abbruch. Je mehr ich mich dem monumentalen Gebäude nähere, desto mehr Menschen sind auf der Via della Conciliazione unterwegs.
Der Vatikan mit den vatikanischen Museen ist eine der Top Sehenswürdigkeiten. Die Tickets vorzubuchen macht selbst in der Nebensaison durchweg Sinn.
Ausblick auf Rom
Weiter geht’s in den Stadtteil Trastevere. Er ist für unter anderem für seine traditionellen Trattorias bekannt. Am Giuseppe-Garibaldi-Monument mache ich Halt. Von hier hat man eine super Aussicht auf die Stadt.
Dann geht’s langsam bergab. Der Stadtteil ist wirklich ganz schick und ehe ich mich versehe, bin ich an der Brücke zur Tiberinsel.
Das Antike Rom
Langsam wird’s Zeit für die Hauptattraktionen der Stadt.
Wenn man bedenkt, dass die Stadt 753 v. Chr. gegründet wurde, hat sie sich den Beinamen „Ewige Stadt“ mehr als verdient.
Die riesigen Anlagen, wie die Grünfläche des Circus Maximus, das Kolosseum oder das Forum Romanun liegen nicht weit auseinander. Hier lässt sich alles entspannt zu Fuß erkunden. Zwischendrin dekorieren Statuen der ehemaligen Herrscher den Weg.
Einzig am Eingang zum Kolosseum ist mehr Betrieb. Hier lohnt es sich auch, seine Eintrittskarte vorzubuchen.
Mein Tipp: Das Amphitheater von Nîmes wurde nach dem Vorbild des römischen Kolosseum gebaut. Es ist etwas kleiner, aber weniger häufig besucht.
Nicht zu vergessen ist auch ein Besuch im Pantheon mit der eindrucksvollen Rotunde. Ein Blick hinein lohnt sich auf jeden Fall!
Rom – die Stadt auf der Stadt
Dass das neue Rom über das alte Rom gebaut wurde, fällt nicht nur an den vielen Ausgrabungsstätten auf.
An der barocken Piazza Navona ist es unverkennbar. Der Platz wurde auf den Grundmauern eines antiken Stadions errichtet. Dank der eindrucksvollen Kirche Sant’Agnese in Agone und dem Vierströmebrunnen ist er ein richtiger Besuchermagnet.
Gegen die Beliebtheit des Trevibrunnen kommt der Platz allerdings nicht an. Der Trevibrunnen ist wohl der heimliche Star der Stadt. Allen Ernstes. So viele Menschen wie hier habe ich bei meinem Besuch in Rom nirgends auf einem Haufen gesehen!
Wenn wir gerade beim Thema der gefürchteten Menschenmassen in Rom sind: Platz 2 belegt für mich die Spanische Treppe.
Ansonsten kann ich nichts Schlechtes berichten. Klar sammeln sich die meisten Menschen an den Hauptsehenswürdigkeiten. Das ist in jeder Stadt so. Und auch komplett ok.
In den Seitenstraßen war dagegen teilweise wirklich wenig bis nichts los. Und hässlich sind die definitiv nicht!
Wer weiß, was sich z.B. alles unterhalb des mächtigen Viktor-Emanuelsdenkmals befindet.
Ein Tag in Rom reicht nicht, um alles zu sehen. Einen guten Überblick bekommt man aber trotz allem. Zum Abschluss des Tages habe ich der Terrazza del Pincio noch einen Besuch abgestattet. Die Aussicht auf die Piazza del Popolo kann sich durchaus sehen lassen.
↑ Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Quartiere Coppede – Das Jugendstilviertel
Bevor es für mich weiter in die Toskana geht, habe ich den zweiten Tag genutzt und mir einen der Geheimtipps in Rom angesehen.
Es gibt immer jemanden, der vor kreativen Einfällen nur so strotzt. Gino Coppedé gehörte dazu. Ihm ist ein ganzes Viertel in Roms Stadtteil Trieste gewidmet. Man müsste eher sagen, dass er es sich selbst gewidmet hat.
Der gebürtige Florentiner hat sich neben dem Designen von Möbeln auch an größere Projekte gewagt. Und zwar an sehr eigenwillige Architektur. Rund um den Fontana delle Rane (Froschbrunnen) an der Piazza Mincio könnt ihr eine Reihe von seinen Werken bestaunen.
Hier stehen der Arco dei Palazzi degli Ambasciatori (Bogen der Paläste der Botschafter) und z. B. der Palazzo del Ragno (Spinnen Haus). Im gesamten Viertel könnt ihr 17 Villen und 26 Gebäude entdecken, die er entworfen hat.
Viele seiner Gebäude sind heute Sitz von Botschaften und Firmen. Entsprechend ruhig und untouristisch geht es hier zu.
Wenn ihr bei eurer Reise nach Rom etwas Zeit habt, ist ein Ausflug ins Quartiere Coppede ein gutes Kontrastprogramm. Vom Pantheon zum Brunnen Fontana delle Rane braucht ihr zu Fuß, für die ca. 3,6 km, etwa eine dreiviertel Stunde. Schneller kommt ihr mit Bus- und Bahn voran. Dann ist die Haltestelle Buenos Aires der perfekte Ausgangspunkt.
↑ Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Hoteltipp Rom
Bei Städtereisen in größere Städte bin ich gerne so nah wie möglich im Zentrum. Einfach um mir die Bus- und Bahnfahrten zu sparen. Die Zeit nutze ich lieber, um die Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Mein Hotel in Rom lag in einer ruhigen Seitenstraße ca. 5 Gehminuten von der Piazza del Popolo entfernt. Zentraler geht es kaum. Die Zimmer waren klein, aber richtig schick eingerichtet. Das beste neben der zentralen Lage war, dass es in der näheren Umgebung kleine Supermärkte gibt.
↑ Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Hat euch der Artikel zu Rom und seinen Sehenswürdigkeiten gefallen?
Ich freu mich, wenn ihr ihn auf Pinterest pinnt.
Mir hat Rom sehr gut gefallen. Wart ihr schonmal in der ewigen Stadt zu Besuch?
Erzählt mir in den Kommentaren davon!
Ein fesselnder Einblick in deine Rom-Reise! Dein Rundgang durch die Ewige Stadt ist lebendig und detailreich beschrieben. Besonders interessant finde ich deine unkonventionelle Herangehensweise, nicht direkt zu den Hauptattraktionen zu eilen, sondern die Vatikanstadt zuerst zu erkunden. Deine Empfehlungen für das Vorab-Buchen von Tickets und der Ausflug ins Quartiere Coppede verleihen deinem Bericht eine praktische Note.
Die Vielfalt der besuchten Orte, von der Tiberinsel bis zum Forum Romanum, vermittelt einen umfassenden Eindruck von Rom. Deine Tipps, wie der Vergleich des Kolosseums mit dem Amphitheater von Nîmes, sind besonders nützlich. Die Beschreibung des Quartiere Coppede als ruhiges, untouristisches Viertel bietet eine willkommene Abwechslung zum Trubel der Hauptsehenswürdigkeiten.
Insgesamt klingt dein Städtetrip nach einer gelungenen Mischung aus klassischen Highlights und versteckten Juwelen. Danke für die Einblicke und den Hoteltipp – ein perfekter Abschluss für einen Tag voller Entdeckungen in der Ewigen Stadt!
Hallo Andreas,
lieben Dank für Deinen ausführlichen Kommentar! Es freut mich sehr, dass Dir mein Blogartikel zu Rom so gut gefallen hat.
Grüße
Frauke